7D Zora

7D Zora

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Vorwärts Uskoken, jetzt gibts Rache!
— Zora

Zora ist eine Figur aus dem 1941 erschienenen Jugendroman Die Rote Zora und ihre Bande des linken Schriftstellers Kurt Held (alias Kläber), sowie in der darauf beruhenden Serie und dem Kinofilm.

Die Geschichte spielt in der kroatischen Kleinstadt Senj und dreht sich um einen Jungen namens Branko und das Mädchen Zora, das der Boss einer Bande von Waisenkindern ist.  Die Kinder halten sich in einer Welt, die ihnen mit Abscheu und Wut begegnet, durch kleinkriminelle Handlungen am Leben. Der Autor gewann die Idee für das Buch auf einer Reise durch Jugoslavien, auf der er einer echten Version der Zora und ihrer Bande begegnete und mit den Kindern Zeit auf ihrer Burg verbrachte. Neben dem eindrucksvollen Porträt eines sehr starken, klugen Mädchens auf dem Weg zum Erwachsenwerden, übt die Geschichte auch direkte Gesellschaftskritik aus. Zora ist so etwas wie der kroatische Robin Hood: sie stiehlt von den Reichen und ernährt damit ihre Bande, außerdem kämpft sie gegen Ungerechtigkeit und skrupellose Unternehmer und Machthabende. Das oberste Gebot ihrer Bande ist Solidarität. Politischer kann ein Buch kaum sein. Auch wenn sie in manchen Aspekten alte Klischees bedient, bleibt die Geschichte stets nah bei den liebenswerten eckigen Charakteren und deren Entwicklung.   

  • Stärke: 2/5
  • Ausdauer: 5/5

  • Superkräfte: 0/5

  • Coolness: 4/5

Kategorie: Child Warriors

Beschreibung: Zora lebt seit langem auf der Straße und hat sich mit ihrer Bande in einer Burgruine in der Nähe der Stadt ein Lager aufgebaut. Sie ist ihren Bandenmitgliedern gegenüber zwar ruppig, aber auch großzügig und fair. Zora kümmert sich darum, dass alle zusammenhalten und führt strategische Kampfeinsätze gegen die fiesen Gymnasiasten und den geldgierigen Fischereiunternehmer Karaman. Sie rettet Branko aus dem Gefängnis. Als der mehr und mehr Teil der Bande wird, kommen sich die beiden näher, Zora verliebt sich in ihn und kauft sich sogar ein Kleid und hohe Schuhe um ihn auf sich aufmerksam zu machen. Branko jedoch hat nur Augen für die schöne, 17-jährige Zlata, die ihm heimlich Geigenunterricht gibt. Nach turbulenten Abenteuern freunden sich die Kinder mit dem Fischer Gorian an, der sie letztendlich vor Gefangenschaft und Gefängnis bewahrt und bei sich aufnimmt. Auch Branko und Zora kommen sich schließlich näher (nachdem Zora ihn abermals gerettet hat). Branko beschließt Violinist zu werden und Zora kauft sich ein Gesetzesbuch, um ihrem Traum näher zu kommen, Richterin zu werden.

Kampfkünste: Überraschung, Taktik, Körpereinsatz, Skrupellosigkeit
Stärken: Unerschrockenheit, Führungsqualitäten, Überlebenskünstlerin, Gerechtigkeitssinn
Kryptonit: Pubertät und der erste Crush, Analphabetismus
Special Features: Rote Mähne (obviously)
Trivia: Die feministische Terrorgruppe Rote Zora sowie das slowenische feministische Festival Rdeče Zore berufen sich auf den Roman. Kurt Kläbers Ehefrau war die Autorin und Märchenerzählerin Lisa Tetzner.

Kategorie 7: Child Warriors

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